Ottos Wohnzimmer - Talk mit Georg Bandarau
zu Gast: Frau Inessa Myslitska und Frau Rimma Fil
„Unser Haus ist offen“ – Jüdisches Leben in Magdeburg
Inessa Mylitska und Rimma Fil sind zu Gast in „ottos wohnzimmer“
Die Neue Synagoge Magdeburg ist weit mehr als ein Gotteshaus. Davon berichten Inessa Mylitska und Rimma Fil in der aktuellen Ausgabe von „ottos wohnzimmer“. Die Vorsitzende und die Geschäftsführerin des Landesverbandes Jüdische Gemeinden Sachsen-Anhalt sprechen über die Bedeutung der Synagoge als Ort der Begegnung, des Austauschs und des gesellschaftlichen Miteinanders.
„Sie ist ein Zeichen für ein friedliches Miteinander und eine Begegnungsstätte“, sagt Inessa Mylitska. Rimma Fil ergänzt: „Unser Haus ist immer offen. Wir sind ein Teil der Gesellschaft.“ Gerade in Zeiten, in denen antisemitische Tendenzen wieder sichtbarer werden, sei es wichtig, jüdisches Leben und Kultur erlebbar zu machen.
Seit ihrer Eröffnung vor knapp drei Jahren hat die Neue Synagoge in der Julius-Bremer-Straße bereits Tausende Besucherinnen und Besucher willkommen geheißen. Mit kulturellen Veranstaltungen, Festen und kulinarischen Angeboten schafft die Gemeinde Möglichkeiten für Begegnungen und gegenseitiges Kennenlernen. Wichtig ist dabei auch die neue Torarolle, die im Mai feierlich eingeweiht wurde. Die handgeschriebene Schriftrolle mit den fünf Büchern Mose ist für die Gemeinde von großer religiöser und kultureller Bedeutung.
In „ottos wohnzimmer“ – hoch oben im „Blauen Bock“ – sprechen die gebürtigen Ukrainerinnen zudem über ihren Weg nach und in Magdeburg, ihre Verbundenheit mit der Stadt und darüber, warum die Landeshauptstadt für sie heute „ein unentbehrlicher Teil des Lebens“ ist.
Außerdem geben sie einen Ausblick auf die Tage der jüdischen Kultur und Geschichte im Forum Gestaltung. Das Gemeinschaftsprojekt des Forums Gestaltung und des Fördervereins „Neue Synagoge Magdeburg“ lädt im Oktober mit zahlreichen Veranstaltungen dazu ein, jüdische Kultur, Geschichte und Gegenwart kennenzulernen.