Stolpersteine in Magdeburg
Zum Gedenken an das Ehepaar Blau
Stolpersteine – gegen das Vergessen der Opfer der Nationalsozialisten Mit der Aktion „Stolpersteine“ wendet sich der Kölner Künstler Gunter Demnig seit Jahren in Deutschland den einzelnen Opfern zu. Seit den 90er Jahren setzt er Erinnerungssteine in das Straßenpflaster – Betonsteine mit einer Messingoberfläche, in die Namen und biografische Daten der Opfer, der Zeitpunkt der Deportation und der Deportationsort eingraviert sind. Jeder kann „mit seinen Blicken“ über diese zehn mal zehn Zentimeter großen Betonquader im Boden vor ehemaligen Wohnhäusern und Wirkungsstätten von Opfern des Nationalsozialismus stolpern und wird erinnert: „Hier waren sie zu Hause, auch bei mir nebenan.“ Inzwischen liegen STOLPERSTEINE in 1265 Kommunen Deutschlands und in einundzwanzig Ländern Europas. Der Offene Kanal Magdeburg begleitete die 45. Verlegung am 26. September 2025: Wir erinnern an: DR. JULIUS KAHN, HELENE MARIE KAHN GEB. GANS, MAX JOSEPH KAHN, MORITZ MOJZES ORNER, GITLA ORNER GEB. EHRENBERG, ESTHER ORNER, CHAIM DUDOWICZ, REBEKKA REGINA DUDOWICZ GEB. NACHBAR, DAVID ORNER, TAUBA ORNER GEB. FEDER, GISELA ORNER, SENTER ORNER, BERNHARD BLAU, MARGARETE BLAU GEB. MÄRTENS, ROSAMUNDE EHRLICH GEB. WULFF, MAX MEIER RICZKER, CHANA-FEIGE RICZKER GEB. KOHANE, ROSA RICZKER VERH. SCHWIND, ELLI-MARIE RICZKER VERH. BIRKENFELD, ERWIN RICZKER, ELSBETH KUBEL GEB. ELLENBURG, ROSA NOSSEK GEB. NOSSEK,, SALOMON SIEGBERT NOSSEK, ALFRED NOSSEK, DR. GERTRUD NACHMANN, DR. FRIEDRICH WEISSLER, JOHANNA WEISSLER GEB. SCHÄFER, ULRICH WEISSLER, JOHANNES WEISSLER, AUGUSTE WEISSLER GEB. HAYN
als Juden verfolgt, verjagt, ermordet.
Aus dem Begleitblatt: „Dem Wirken und Schicksal der vielen jüdischen Ärztinnen und Ärzte Magdeburgs im 19. und 20. Jahrhundert widmet sich eine geplante Veröffentlichung von Diplombibliothekar Raimund Dehmlow, Mitglied der städtischen Arbeitsgruppe „Stolpersteine für Magdeburg“. Sie soll in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung 2026 in Druck erscheinen. Raimund Dehmlow, den dies Thema schon länger bewegt, sagte bei einem Vortrag in der BbS „Dr. Otto Schlein“ 2024: „Die [jüdischen] Ärztinnen und Ärzte hatten allesamt einen wesentlichen Beitrag zur Existenz eines vorbildlichen Gesundheitssystem in Magdeburg geleistet – und wurden ab 1933 um die Früchte ihrer Arbeit gebracht, um ihre berufliche Existenz, viele verloren ihre Heimat und mindestens 12 von ihnen wurden ermordet.“ „