Kaiser von Atlantis oder die Toderverweigerung

Oper

2. Oktober 2020 | 60 Min.

Die einstündige Oper nach dem Libretto von Peter Kien komponierte Viktor Ullmann in den Jahren 1943/44 im Konzentrationslager Theresienstadt, das für die Nazis die Funktion eines Vorzeigelagers hatte. Vor der Uraufführung wurden der Komponist und alle Mitwirkenden auf einem der letzten Transporte im frühen Winter 1944 nach Auschwitz gebracht und die meisten nach Ankunft in dem Vernichtungslager vergast. Die Partitur konnte nach Holland gebracht und gerettet werden. Mitte der 50er Jahre wurde der Totentanz um den Kaiser Overall in Amsterdam gefunden und seitdem in einigen Opernhäusern der Welt gespielt. In der Oper widersetzt sich der Tod dem Kaiser und verweigert angesichts des unaufhörlichen Tötens des Machthabers seine Arbeit. Die Soldaten fallen nicht, Hingerichtete sterben nicht. Krieg und Terror werden sinnlos und absurd, laufen ins Leere.

Die TV-Fassung der Oper „Kaiser von Atlantis – oder die Todverweigerung“ entstand im Rahmen eines außgewöhnlichen Kooperationsprojektes – initiiert von „Ludwigshafen setzt Stolpersteine“. An dem Projekt beteilgte sich die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, das Pfalztheater Kaiserslautern und Prof. Hansgünther Heyme (Regie / Ausstattung ). Das Team von OK-TV Ludwgshafen produzierte die Filmfassung der 1 stündigen Oper.

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