Hattenhorst und von Elsner | Der Turm zu Babel oder das Narrenschiff?

Über das Scheitern des Projekts eines demokratischen, antifaschistischen Staates DDR

6. April 2026 | 55 Min.

Hattenhorst und von Elsner sprechen über zwei Bücher von Autoren, deren Biografien eng mit der Geschichte der DDR verwoben sind:
Der jüngere, Christoph Hein, geboren 1944 und in der DDR aufgewachsen, etablierte sich trotz aller Restriktionen als Dramaturg und Schriftsteller; Heins ungeschminkter Realismus, der zeigt, wie verschieden die Charaktere seiner Protagonisten auf die Zumutungen des Lebens reagieren, hat auch in Westdeutschland seit den 1980er Jahren ein größeres Publikum angesprochen. Der ältere, Hans Mayer, geboren 1907, engagierter Sozialist und Kommunist seit den 1920er Jahren, Jurist und Professor für Literaturwissenschaft in Leipzig, war nach seiner Übersiedlung in die Bundesrepublik 1963 eine einflussreiche Persönlichkeit auch im westdeutschen Geistesleben. Er blieb Zeit seines Lebens ein unabhängiger Sozialist und Wahrheitssucher in der Welt der Literatur.
Beide haben in der Deutschen Demokratischen Republik zumindest in ihren Anfängen den besseren deutschen Staat gesehen. Sie setzten auf die Überwindung des Stalinismus und mussten doch am Ende konstatieren, dass die versteinerte Funktionärs-Diktatur nicht reformierbar war.

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